Über mich

Sarah

Hallo! Ich bin Sarah, 28 Jahre alt, und wohne mal hier mal da haha. Nein, Spaß beiseite, aber ich bin in meinem Leben wirklich sehr oft umgezogen. Aufgewachsen bin ich in der Nähe von Stuttgart, und nach dem Abitur hat es mich dann zunächst nach Köln gezogen, wo ich eine Schauspielausbildung gemacht habe. Währenddessen erkrankte ich an schlimmen Depressionen, so dass ich gegen Ende der Ausbildung für drei Monate in eine psychosomatische Klinik kam, die einen entscheidenden Wendepunkt in meinem Leben darstellt und mich unglaublich viel weiter brachte. Im Anschluss zog es mich ins Ausland, da ich von allem mal etwas Abstand gewinnen wollte. Ich ging für ein Jahr nach Südafrika, in die wunderschöne Stadt Kapstadt, arbeitete in verschiedenen sozialen Projekten mit, erholte mich, und erlebte die beste Zeit meines Lebens. 
Zurück in Deutschland, machte ich in Berlin einen ziemlich aufwändigen Studienberatungstest. In der Hoffnung (meiner Eltern? :D) endlich herauszufinden, was denn zu mir passt. Die Schauspielerei gefiel mir zwar sehr, aber ich wollte noch einen Plan B. Das Ergebnis: Alles, das kreativ und künstlerisch war. Schauspielerin, Autorin, Moderatorin, etc. Für einen kurzen Zeitraum ließ ich mich dann aber doch vom deutschen Systemdenken anstecken und meinte, wie alle anderen, was „Vernünftiges“ machen zu müssen. Ich studierte somit irgendwas absolut unnötiges und machte Ende 2018 meinen Bachelor an der Universität in Greifswald. Währenddessen lebte ich für ein halbes Jahr in Växjö, Schweden, weil ich dort ein Auslandssemester machte, und ging in den Semesterferien als Au Pair auf die wunderschöne schwedische Insel Gotland (übrigens: ein echter Geheimtipp). 

Nach meinem Studium dachte ich, ich werde jetzt endlich mal sesshaft und komme zur Ruhe, zog zu meinem Freund nach Hamburg, und nahm dort auch mein erstes Jobangebot in einer Event Agentur an (gut gemeinter Rat bezüglich Event Agentur: Tut es nicht...). Hier würde ich den Rest meines Lebens verbringen. Nicht. Natürlich nicht.  Denn das Leben hatte mal wieder andere Pläne für mich und dachte sich NÖ: Kaum hingezogen stellten sich mein Job und meine Beziehung zeitgleich als großer Griff ins Klo heraus, ich verabschiedete mich von beidem,  blieb aber für ein weiteres Jahr in Hamburg und begann in dieser Zeit beim Radio. 

Von dort zog es für mich (unfreiwillig) beruflich nach Bremen, was wirklich nicht meine Stadt war. Hamburg liebte ich. Aber Bremen? Nun ja...Ich lasse die Stadt mal umkommentiert. 
Und eigentlich wäre ich momentan im Ausland, aber ihr wisst schon, Corona. Somit hat es mich für das Erste wieder in meine wunderschöne Heimat Stuttgart gezogen, bis sich alles wieder halbwegs eingependelt hat. 

Ich habe mich in meinem Leben durch meine Depressionen viel mit gesellschaftlichen und psychosozialen Themen befasst, und finde alles um diese Themen herum sehr interessant. Ich finde es unglaublich spannend, im alltäglichen Leben ständig auf verschiedene Menschen zu treffen. Statt desinteressiert und gleichgültig weg zu schauen bin ich in den allermeisten Fällen sehr interessiert, wer da vor mir steht. Jeder hat so sein Päckchen zu tragen, aber jeder trägt es anders nach außen. Zudem sehe ich viele Dinge, die in der Gesellschaft als "normal" gelten, als äußerst kritisch. In diesem Blog möchte ich mehrere Dinge hinterfragen, über meine eigenen Erlebnisse erzählen und mich mit anderen Menschen austauschen.