Reisen

SÜDAFRIKA

 Wie viele von euch vielleicht schon wissen, habe ich mit Anfang 20 ein Jahr in SĂŒdafrika verbracht, in der wunderschönen Stadt Kapstadt! Nach meinem Klinikaufenthalt hatte ich das starke BedĂŒrfnis, Deutschland fĂŒr eine lĂ€ngere Zeit den RĂŒcken zu kehren und das Weite zu suchen, Abstand zu gewinnen, und was ganz Neues zu erfahren. Ich wollte nicht in Europa bleiben, sondern echt mal eine andere Welt sehen. Ich ĂŒberlegte zwischen Australien, Brasilien und SĂŒdafrika, und entschied mich fĂŒr SĂŒdafrika. ZunĂ€chst spielte ich mit dem Gedanken, als Au Pair zu gehen, aber irgendwie reizte mich das nicht so. Stattdessen entschied ich mich, eine Art FSJ zu machen, und arbeitete in drei verschiedenen sozialen Projekten mit: Im Frauenhaus – im Kinderkrankenhaus auf der Krebsstation – und im Waisenhaus fĂŒr MĂ€dchen. Im September 2013 flog ich also alleine ans andere Ende der Welt und hatte absolut keine Ahnung, was mich erwarten wĂŒrde. In ein fremdes Land, weit weg von zu Hause.

Aber was ich erlebte, war mit Abstand eines der besten und lehrreichsten Jahre meines Lebens.  Ich entwickelte mich persönlich unglaublich weiter, wurde deutlich selbstbewusster, selbststĂ€ndiger und vor allem lernte ich Deutschland wieder zu schĂ€tzen. Denn ich muss gestehen, bevor ich Deutschland verließ, hatte ich auch relativ viel zu meckern – dies passte nicht und das nicht und jenes nicht. NatĂŒrlich ist auch in Deutschland nicht alles perfekt, aber wir können uns ĂŒber sehr vieles doch wirklich glĂŒcklich schĂ€tzen.

Innerhalb eines ganzen Jahres bekommt man von Kapstadt natĂŒrlich einen ganz anderen Eindruck, als wenn man dort drei Wochen Urlaub macht. Viele Urlauber schwĂ€rmen immer nur von Kapstadt, aber es gibt eben auch wirklich viele Schattenseiten, KriminalitĂ€t und Armut, Korruption, wenig Bewegungsfreiheit als Frau alleine, etc. Zum Teil wirklich starke EinschrĂ€nkungen. Am Anfang war ich tatsĂ€chlich relativ Ă€ngstlich, aber bald lernte ich, wie ich mit verschiedenen Situationen umzugehen hatte und fĂŒhlte mich immer sicherer 🙂 .
Es war ein Jahr voller Ups and Downs, worĂŒber ihr in meinem Podcast auch mehr erfahren könnt 🙂 . 

Weitere BeitrĂ€ge und Fotos ĂŒber SĂŒdafrika folgen bald! 🙂

GOTLAND

Die schönsten 6 Wochen meines Lebens - spontan alleine los 

Ich glaube, wenn mich jemand fragen wĂŒrde, was die schönste Zeit meines Lebens war, wĂŒrde ich wirklich sagen Gotland. Wenn ich an diese Zeit zurĂŒck denke, empfinde ich einfach nur pure GlĂŒcksgefĂŒhle, es war einfach alles so unbeschwert. Ich hatte mein eigenes HĂ€uschen am Meer, verbesserte mein Schwedisch, sah die schönsten SonnenuntergĂ€nge meines Lebens, lernte tolle Menschen kennen und traf sogar die schwedische Königsfamilie! Wenn man eine Idee von einem perfekten Sommer hat - dieser Sommer hatte alles ĂŒbertroffen. Es war magisch, perfekt. Das GlĂŒck hĂ€tte nicht mehr auf meiner Seite sein können. 
 
Die meisten kennen Gotland tatsĂ€chlich gar nicht, die wunderschöne schwedische Insel, östlich vom Festland. Ich sage ja immer, es ist ein bisschen wie das schwedische Sylt. Ein Ort, wohin die Reichen und Schönen den Sommer ĂŒber hin fahren, um an ihrem Sommerhaus Urlaub zu machen, Strandpartys zu feiern und die Wochen an ihrem Sommerhaus verbringen. Halb Schweden trifft im Sommer auf der Insel zusammen. In Folge 6 erzĂ€hle ich auch ĂŒber meine Zeit dort, aber weil es wirklich eine so traumhaft schöne Zeit fĂŒr mich war, kriegt Gotland noch eine extra Kategorie bei „Reisen“. 😉
 
Vielleicht kennen manche von euch Gotland aus den Krimis. Maria Wern zum Beispiel, oder der Kommissar und das Meer. Da ich auch sehr Krimi-begeistert bin und in den Filmen die Landschaft immer so wunderschön fand, war es immer ein kleiner Traum von mir gewesen, diese Insel zu erkunden. Im Sommer 2017 bot sich dann von heute auf morgen die Chance: Ich war gerade in VĂ€xjö Freunde besuchen (wo ich mein Auslandssemester verbracht habe), als ich gerade bei einem Freund im Auto saß und auf Facebook online ging, was ich eigentlich eher seltener mache. Direkt sprang mir ein Gruppenbeitrag ins Auge, dass eine Familie aus Stockholm sehr kurzfristig ein Sommer Au Pair sucht fĂŒr ihre Ferien auf Gotland. Das war meine Chance, denn die Alternative wĂ€re gewesen, in Deutschland in den Semesterferien zu arbeiten, und mal ehrlich: Was ist wohl besser? 😉 Ich sah die Insel, verdiente bisschen Geld, konnte umsonst wohnen und konnte mein Schwedisch verbessern. Ich handelte von einer Sekunde auf die nĂ€chste, und schrieb der Familie eine Nachricht. Noch am selben Abend sprachen wir ĂŒber Skype, und dann ging alles relativ schnell. Drei Tage spĂ€ter war ich wieder in Deutschland, denn ich hatte ja nur Sachen fĂŒr 7 Tage dabei, weil ich ursprĂŒnglich nur Freunde in VĂ€xjö besuchen wollte. Ich fuhr also zurĂŒck nach Deutschland, packte meine Sachen fĂŒr 6 Wochen, und zwei Tage spĂ€ter fuhr ich mit meinem Auto direkt wieder zurĂŒck nach Schweden, nahm die FĂ€hre von Oskarshamn rĂŒber nach Gotland (https://www.destinationgotland.se/de/.)